Manche Leute haben die Angewohnheit, im alltäglichen Sprachgebrauch gewisse Gesprächsinhalte besonders hervorzuheben. Für die Abschnitte, die in geschriebenen Texten mit Leuchtfarbe markiert würden, verwenden sie im Gespräch unvermittelt die Hochsprache. Treffen zwei Personen mit Hang zu besagter Konversationstechnik aufeinander, lassen sich Dialoge wie dieser aufschappen: “I has gäng gseit, Bier auf Wein, das lasse sein. Aber är wott nid lose. Und derby weismes doch, Aukouhou isch die Droge Nummer eins.” — “He jo, muesch däm nume id Ouge luege, de weisch Bescheid. Nid wäge nüt heissts: Das Auge ist der Spiegel der Seele.” — “Du seisches, genau, du seisches. Und scho si Vatter isch so eine gsy, aber äbe, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.” — “Das isch eso. Frölain, mir no e Schalge Haag. Es isch wägem Bluetdruck. I sägemer eifach, vorbeugen ist besser als heilen.” — “Mir hingäge, chöiter es Kafi fertig bringe. Einmal ist keinmal.”
Freilich ist die Gewandheit in der situationsgerechten Verwendung des Hochdeutschen nicht ausschliesslich in Wirtshausgesprächen auszumachen. Auch Vorgesetzte in Armee und Zivilschutz (“Manne, i säges nid zwöi mau, es giut für aui: Schutzmaske auf Mann!”) oder Rechtskundige (“Das isch eidütig Nichtbeherrschen des Fahrzeuges.”) neigen zum Einsatz dieses Stilmittels.
Auf dem Gebiet der Politik ist der Sachverhalt etwas komplizierter. Zwar finden sich auch dort bei manchen Reden eloquente Übergänge von Mundart zu Hochdeutsch, aber die hochdeutschen Einschübe haben meist nur geringen Verstärkungswert. Oft sind nämlich die Grenzen zwischen der einen und der anderen Sprache bei Politikern derart fliessend, dass eine Zuordnung fast unmöglich wird. Ein klares Fallbeispiel für dieses Phänomen verdanken wir Adolf Ogis legendärem Ausruf freudiger Erregtheit. Das bundesrätliche Wortpaar ist, obwohl grammatikalisch hochdeutsch, längst fester Bestandteil schweizerischer Umgangssprache geworden.

Pedro Lenz, Anmerkungen zur Zweisprachigkeit. In: Tarzan in der Schweiz - 50 Kolumnen zur gesprochenen Sprache, Verlag X Time, 2003.

The last 15 books I read:

  • Twenty-Four Hours in the Life of a Woman by Stefan Zweig
  • The Time Machine by H. G. Wells
  • Montauk by Max Frisch
  • Tarzan in der Schweiz by Pedro Lenz
  • Lolita by Vladimir Nabokov
  • Pnin by Vladimir Nabokov
  • The Master and Margarita by Michail Bulgakov
  • The Myth of Sisyphus by Albert Camus
  • Resistance, Rebellion and Death by Albert Camus
  • How Fiction Works by James Wood
  • The Death of Ivan Ilych by Leo Tolstoy
  • Crime and Punishment by Fyodor Dostoyevsky
  • The Philosophy Book by Will Buckingham et al.
  • Tales of Belkin by Alexander Pushkin
  • Mumu by Ivan Turgenev

Also, I already reached my goal for this year to read 40 books. I am counting 48 books at the moment and will hopefully reach 60 books by the end of the year. I started reading Nabokov’s Luzhin’s Defense today. I hope to find a used copy of Stainslaw Lem’s Solaris to read right after Luzhin’s Defense. There is so much to read and I don’t understand people who have no interest in literature.

You only demand clarity because you’re too comfortable within your vagueness; You only feel insufficient because you’re extremely fearful of unconditionally caring.

Albert Camus, Notebooks 1951-1959  (via ig-narus)

(via fuckyeahexistentialism)

(via toffeethief)

fuckyeahexistentialism:

Andrei Tarkovsky’s “STALKER” (1979)

Title: Det är ok om du glömmer mig Artist: Hurula 10 plays

Hurula - Det är ok om du glömmer mig

The beginning of the end of the end of the beginning has begun.

(via some-natures)

I’ve listened 11 out of 15 songs from Punch’s new LP now. I thought I had the first song on repeat, but apparently not.

(via fuckyeah1990s)